
Hyrox hat ein Versprechen: „The World Series of Fitness Racing – For Every Body.“ Und sie meint das wörtlich. Während viele Sportarten Exklusivität predigen, öffnet Hyrox die Türen für Athleten mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Adaptive Division ist oft der emotionalste und lauteste Teil eines jeden Events. Hier geht es nicht um Mitleid, hier geht es um pure Leistung. Egal ob im Rollstuhl, mit Prothesen oder mit neurologischen Einschränkungen – wir zeigen dir, wie du Teil der Hyrox-Familie wirst.
1. Die Kategorien: Wo starte ich?
Hyrox unterteilt die Adaptive Division grob in zwei Hauptkategorien, um Fairness zu gewährleisten.
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Adaptiv 1 (Standing): Für Athleten, die sich stehend/laufend fortbewegen können. Dazu gehören Athleten mit Arm- oder Beinprothesen, neurologischen Beeinträchtigungen (zB Zerebralparese) oder Sehbehinderungen.
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Adaptiv 2 (Sitzend): Für Athleten, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind (zB Querschnittlähmung). Hier wird die Laufstrecke im Rennrollstuhl absolviert und die Übungen werden entsprechend angepasst.
2. Die Anpassungen: Gleiche Anstrengung, andere Technik
Das Ziel ist „Equivalence of Effort“ – die gleiche Anstrengung, aber angepasst an die Möglichkeiten.
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Laufen: Wird ersetzt durch Fahren im Rollstuhl oder Laufen mit Blades. Bei sehbehinderten Athleten ist ein Guide erlaubt, der mitläuft.
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Burpees: Für Rollstuhl-Athleten oft modifiziert (zB „Bench Burpees“ oder Ausstoßen mit den Armen), um die gleiche metabolische Belastung zu simulieren.
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Gewichte: Die Gewichte bei Sled Push/Pull oder Wall Balls sind oft angepasst (leichter), um biomechanische Nachteile auszugleichen, bleiben aber anspruchsvoll. Einarmige Athleten dürfen zB beim Farmers Carry Gewicht beide in einer Hand tragen oder Anpassungen nutzen.
3. Der Support: Du bist nie allein
In der Adaptive Division ist „Assistance“ erlaubt und erwünscht.
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Der Guide: Wenn du eine Sehbehinderung hast oder kognitive Unterstützung benötigst, darf ein Guide die komplette Strecke mit dir laufen. Er hilft beim Zählen, bei der Orientierung in der RoxZone und beim Wechseln der Gewichte.
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Die Community: Wer einmal gesehen hat, wie ein Adaptive-Athlet den Sled Pull beendet, weiß: Die Stimmung ist elektrisierend. Die Zuschauer und andere Athleten feuern niemanden lauter an. Es ist ein massiver Respekt vor der Leistung, sich trotz Handicap durch die „Hölle“ zu kämpfen.
4. Schulung: Lösungen finden, keine Ausreden
Das Training für Adaptive Athleten erfordert Kreativität.
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Technik vor Gewicht: Da die Hebelverhältnisse oft anders sind (zB bei Amputationen), ist die individuelle Technik entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden. Arbeite mit Coaches, die Verständnis für Biomechanik haben.
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Ausrüstung: Teste deine Ausrüstung (Prothese, Rollstuhl) unter Last. Hält der Liner auch bei Schweiß? Haben die Reifen Grip auf dem Teppich? Hyrox ist der ultimative Materialtest.
Fazit
Lass dir von niemandem sagen, was du nicht kannst. Die Adaptive Division bei Hyrox beweist bei jedem Event, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren. Es wird hart. Es wird wehtun. Aber wenn du über die Ziellinie fährst oder läufst, bist du nicht mehr „der Beeinträchtigte“ – du bist ein Hyrox Finisher. Punkt
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